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Texas Hold'em - Starthände, Taktik & das Setzen


Startblätter - Halten oder aussteigen?

Schnellstartanleitung zum Anfangsblatt beim Texas Hold'em

Zunächst wollen wir euch einmal verschiedene Aspekte zeigen, die man bei der Entscheidung, Karten zu spielen oder eben nicht, in Betracht ziehen sollte. Die erste Frage, die man sich stellen sollte ist, ob Sie die eigenen Karten ("Hole Cards") spielenswert sind oder nicht. Bei der Entscheidung sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:

  • Wie gut die Karten sind.
  • Die Position am Tisch.

Mit der Zeit wird man auch andere Hinweise erkennen lernen, die zeigen, ob man ein Blatt spielen sollte oder nicht, doch ein gutes Verständnis dieser beiden Aspekte ist Grundlage eines guten Spiels.

Habe ich gute Karten?

Ein Patentrezept dafür, welche Blätter gespielt und welche abgelegt werden sollten, gibt es beim Hold'em nicht. Einige der erfolgreichsten Spieler der Welt spielen so gut wie jedes Blatt, sofern die Voraussetzungen dafür nur einigermaßen gut sind. Doch bis auch ein Anfänger diese schwindelnden Höhen erreicht hat, ist es wichtig zu wissen, dass einige Karten weitaus größere Gewinnchancen haben als andere.

Über die Gewinnchancen der verschiedenen Hole Cards gibt es reichlich Informationen und Tabellen. Siehe auch unter "Das Spiel"! Ein Anhaltspunkt, welche Blätter wann gespielt werden können, ist folgende Liste.

Frühe Position



Mittlere Position

zusätzlich zu den oben beispielhaft genannten Blättern kommen hier hinzu:




Späte Position

sitzt man kurz vor oder auf dem Button, kann man naturgemäß auch andere Blätter spielen, wie z.B.:



Dazu kommen an den verschiedenen Positionen noch die sog. connectors sowohl suited als auch off. Denkt dran, dass "suited hands", d.h. Blätter gleicher Farbe einen etwas höheren Wert haben, da die Chance, einen Flush zu bekommen, besser ist. Das hier ist natürlich nur eine beispielhafte Aufzahlung. Es soll nicht heißen, dass man z.B. J10 in vorderer Position nie spielen kann. Es hängt auch von den Gegnern und der Verteilung der Chips am Tisch ab.

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Das Bieten vor dem Flop

Das Mitgehen und Aussteigen vor dem Flop sind recht einfach, doch was bedeutet es, wenn ein Spieler in der ersten Setzrunde den Einsatz erhöht? Wann sollte ich das Gleiche tun?

Zur ersten Frage gibt es viele Antwortmöglichkeiten, und je mehr man spielt, desto besser erkennt man, wie unberechenbar Pokerspieler sein können. Die wahrscheinlichste Antwort ist jedoch die, dass der Spieler gute Karten, d.h. entweder ein Spitzenpaar (A-A, K-K, Q-Q oder J-J) oder ein Ace-Big (A-K, A-Q, A-J) hat.

Warum mit diesen Karten vor dem Flop erhöhen?

Nun, gehen wir mal davon aus, dass man in einem No-Limit-Spiel die "Asse" (American Airlines, Pocket Rocket) hält, dabei handelt es sich um das beste Startblatt, und man kann sich sicher sein, aktuell der Spieler mit den besten Siegwahrscheinlichkeiten an diesem Punkt zu sein. Man weiß also, dass man dieses Blatt gewinnen wird (es sei denn, noch jemand hat A-A, was einen Gleichstand zur Folge hätte). Man weiß aber auch, dass noch fünf weitere Karten kommen, die ein anderes - zur Zeit schwächeres - Blatt auf dem Tisch stark genug machen könnten, die Asse zu schlagen. Am Ende ist ein Paar Asse zwar stark, aber eben doch nur ein Paar.

Sich der Gesetze dieser Wahrscheinlichkeit bewusst zu werden, tut man also gut daran, vor dem Flop die Anzahl der gegnerischen Blätter zu reduzieren, denn damit verringert man das Risiko, dass ein anderer Spieler mit einem schwächerem Blatt die passenden Karten bekommt und die Asse schlägt. Auch mein Blatt könnte besser werden, doch ist die Wahrscheinlichkeit dessen viel geringer, da nur noch zwei weitere Asse im Spiel sind. Eine Pre-Flop-Erhöhung zwingt schwache Spieler, vor dem Flop auszusteigen, so dass die Asse hoffentlich das Blatt dominieren.

Beim Spiel eines Spitzenpaars gilt ein Mitgeher gewöhnlich als ideal. Jeder weitere Mitgeher erhöht die Chancen jedoch erheblich, geschlagen zu werden.

Worum geht's bei den Positionen?

Die Position im Verhältnis zum Geber bestimmt, wann man am Zug ist, d.h. in Aktion treten wird. Je früher die Position, desto schwächer im Verhältnis die Karten. Die frühste Position beim Hold'em befindet sich genau zur Linken des Small Blind. Der hier sitzende Spieler gilt als "under the gun" und wie der Name schon sagt, ist das keine angenehme Position. Das Problem einer frühen Position ist, dass man so gut wie keine Informationen hat, da man handeln muss, bevor alle anderen es tun. Das heißt, alle anderen am Tisch wissen, was ich tue, bevor ich weiss, was die anderen tun werden.

Der beste Platz am Pokertisch ist die "on the button"-Position, d.h. Sie sitzen am Dealer-Button und der Big und Small Blind zur Linken. Damit greift man in allen folgenden Setzrunden als Letzter in Aktion und kann Informationen aus dem Handeln der anderen Spieler über Ihr Blatt gewinnen.

Viele Anfänger machen den Fehler, die Position außer Acht zu lassen, doch ist sie von größter Wichtigkeit. Also immer daran deknen! Beim Poker geht's darum, Informationen einzuholen, und sogar die kleinsten Hinweise können zwischen Erfolg und Niederlage entscheiden.